EN 388: Fachwissen für Ihre Sicherheit – Mechanische Risiken verstehen
Im gewerblichen Bereich ist der Schutz Ihrer Mitarbeiter nicht nur eine Frage der Fürsorge, sondern auch der gesetzlichen Absicherung. Doch die Kennzeichnung auf Arbeitshandschuhen wirkt oft kryptisch. Hinter dem Piktogramm mit dem Hammer verbirgt sich die Norm EN 388, die über die Sicherheit bei mechanischen Arbeiten entscheidet.
Wir erklären Ihnen präzise, wie Sie diese Kennzahlen lesen, um für jeden Einsatzbereich in Ihrem Unternehmen die richtige Wahl zu treffen.
Der Aufbau des Leistungscodes
Unter dem Piktogramm finden Sie eine Kombination aus vier Zahlen und bis zu zwei Buchstaben. Jede Position steht für eine spezifische Belastungsart. Je höher die Zahl (0–5), desto leistungsfähiger ist das Material.
Abriebfestigkeit (1–4): Gibt an, wie vielen Scheuerzyklen der Handschuh standhält. Essenziell für Materialumschlag und grobe Bauarbeiten.
Schnittfestigkeit nach klassischem Verfahren (1–5): Misst den Schutz gegen schneidende Gegenstände. Bei modernen Hochleistungsfasern wird dieser Wert oft durch den präziseren TDM-Test (siehe Punkt 5) ergänzt.
Weiterreißfestigkeit (1–4): Definiert die Kraft, die nötig ist, um eine bestehende Beschädigung zu vergrößern. Ein hoher Wert garantiert eine längere Lebensdauer des Schutzes.
Durchstichfestigkeit (1–4): Bewertet den Schutz vor spitzen Gegenständen wie Nägeln oder Splittern.
Die Ergänzungen seit 2016: Höchste Präzision bei Schnittgefahren
Da Materialien wie Glas- oder Stahlfasern herkömmliche Testverfahren an ihre Grenzen bringen, wurde die Norm um zwei entscheidende Stellen erweitert:
Schnittfestigkeit nach TDM (A–F): Dies ist das maßgebliche Prüfverfahren für moderne Schnittschutzhandschuhe. A steht für geringen Schutz, während F die höchste Stufe markiert. Für den Umgang mit scharfkantigen Blechen oder Glas sollten Sie auf die Stufen C bis F setzen. Die Anwendungsbereiche der Stufen A-F können sie noch genauer hier nachlesen.
Stoßschutz (P): Erscheint am Ende ein „P“, verfügt der Handschuh über geprüfte Protektoren im Knöchelbereich, die Ihre Mitarbeiter vor Quetschungen und Stößen schützen.
Ein Beispiel für Ihre Auswahl:
Ein Handschuh mit der Kennzeichnung 4 X 4 2 C P bietet:
4: Maximale Abriebfestigkeit.
X: Der klassische Schnitttest wurde nicht durchgeführt (dafür ist der TDM-Test vorhanden).
4: Höchste Weiterreißfestigkeit.
2: Solider Schutz gegen Durchstiche.
C: Sicherer Schnittschutz für Metall- und Glasarbeiten.
P: Zertifizierter Stoßschutz für den Handrücken.
Unser Service für Ihr Unternehmen
Die Wahl des falschen Handschuhs gefährdet nicht nur die Sicherheit Ihrer Belegschaft, sondern verursacht durch schnellen Verschleiß auch unnötige Kosten. Wir unterstützen Sie dabei, Ihr Sortiment zu optimieren und die Arbeitssicherheit in Ihrem Betrieb effizient zu gestalten.
Möchten Sie eine individuelle Bedarfsanalyse für Ihr Team?
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung. Wir führen hochwertige PSA-Lösungen von Portwest und weiteren Top-Marken – auf Wunsch auch direkt mit Ihrem Firmenlogo veredelt.









